So packst du die Lehrabschlussprüfung

Die Lehrabschlussprüfung zeigt, was du während deiner Ausbildung gelernt hast. Mit einem klaren Zeitplan, praktischer Vorbereitung und den richtigen Informationen kannst du unnötigen Stress vermeiden.

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Die Lehrabschlussprüfung, kurz LAP, ist freiwillig. Trotzdem ist sie wichtig: Mit dem Prüfungszeugnis kannst du nachweisen, dass du deinen Beruf fachlich beherrschst. Außerdem öffnet dir der Lehrabschluss den Weg zu vielen Weiterbildungen. Warte mit der Vorbereitung nicht bis zur letzten Woche. Wer rechtzeitig klärt, was geprüft wird, kann den Stoff in überschaubare Portionen teilen und gezielt üben.

Du musst den Antrag stellen

Rechtlich bist du selbst für den Antrag auf Zulassung verantwortlich. Dein Betrieb kann dich dabei unterstützen, die Anmeldung solltest du aber nicht einfach anderen überlassen. Den Antrag kannst du grundsätzlich frühestens sechs Monate vor dem Ende deiner Lehrzeit stellen. Prüfungstermine und die Online-Anmeldung findest du bei der Wirtschaftskammer.

Der Prüfungstermin darf normalerweise frühestens zehn Wochen vor dem Ende deiner Lehrzeit liegen. Für den Blockunterricht und ganzjährig geführte Berufsschulen gelten besondere Fristen. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst du schon ab Beginn des letzten Lehrjahres antreten. Dafür musst du die Berufsschule positiv abgeschlossen haben und benötigst in der Regel die Zustimmung deines Lehrbetriebs.

Kontrolliere frühzeitig, welche Unterlagen du brauchst. Warte auch nicht darauf, dass dich automatisch jemand an eine Frist erinnert.

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Übe so, wie du geprüft wirst

Besorge dir zuerst die Prüfungsordnung für deinen Lehrberuf. Frage anschließend deine Ausbilderin oder deinen Ausbilder, welche Aufgaben häufig vorkommen und welche Arbeitsschritte du noch trainieren solltest.

Ein guter Lernplan enthält nicht nur Lesen. Erkläre Fachbegriffe in eigenen Worten, rechne typische Beispiele und übe praktische Aufgaben unter realistischen Bedingungen. Beim Fachgespräch hilft es, Arbeitsschritte laut zu beschreiben: Was machst du? Warum gehst du so vor? Welche Sicherheitsregeln musst du beachten?

Wenn du die Berufsschule positiv abgeschlossen hast, entfällt grundsätzlich der theoretische Teil der LAP. Die praktische Prüfung kann aus einer Arbeitsprobe und einem Fachgespräch bestehen. Der genaue Ablauf hängt jedoch von deinem Lehrberuf ab.

Wer bezahlt die Prüfung?

Trittst du während deiner Lehrzeit oder der anschließenden Weiterbeschäftigungszeit erstmals an, muss der Lehrbetrieb grundsätzlich die Prüfungstaxe und mögliche Materialkosten übernehmen. Für die erforderliche Prüfungszeit wirst du unter Fortzahlung deines Lehrlingseinkommens freigestellt. Je nach Uhrzeit kann der Betrieb allerdings verlangen, dass du davor oder danach arbeitest, wenn das zumutbar ist.

Falls es beim ersten Versuch nicht klappt, ist deine Ausbildung nicht wertlos. Die LAP kann grundsätzlich mehrmals wiederholt werden; bei weiteren Antritten können jedoch Kosten entstehen. Lass dir genau erklären, welcher Prüfungsteil nicht gereicht hat, und bereite dich gezielt auf diesen Bereich vor.

Dein Check

  • Beantrage die Zulassung rechtzeitig selbst.
  • Prüfe Termine und Unterlagen bei deiner Lehrlingsstelle.
  • Übe praktische Aufgaben unter realistischen Bedingungen.
  • Trainiere, deine Arbeitsschritte verständlich zu erklären.
  • Kläre Kosten und Freistellung mit deinem Betrieb.